Warum bin ich hier?

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  • #317222
    BEO
    Teilnehmer

    Guten Abend!

    Ich werde versuchen, ein sehr komplexes Geschehen in aller Kürze wiederzugeben:
    – Seit ca. Frühjahr/Sommer `03 hat sich mein Leben dauerhaft und plötzlich negativ verändert. Verschiedenste Symptombilder, die in keinen Zusammenhang gebracht werden konnten, entpuppten sich im Herbst `04 als bereits lange verschleppte (folglich zu spät therapierte) Lyme-Borreliose. Nach mehrfachen Antibiosen sind zwar irreparable Störungen geblieben, aber immerhin scheint die Infektion nicht mehr aktiv zu sein. Trotzdem bin ich im Frührentenstatus gelandet mit 100% Berufsunfähigkeit + 70% GdB.
    – Parallel zur o.g. Diagnose begleiten mich ein dauerhaft massiv erhöhter Chlam.pneu.-Titer, wobei sich bislang niemand genauer äußern konnte, inwieweit es eine floride Infektion ist (lt. Labor), oder es sich um die gern zitierte Sero-Narbe handelt.
    – Erschwerend kommt hinzu, daß offensichtlich eine genetisch / fam. angelegte rheumatische Erkrankung seit mind. 10 Jahren leise mitköchelt.

    Mein zentrales Problem ist dauerhaft erhöhte Temperatur mit Werten von 37,5 – 38,5. Bekannt seit Jahren, diesen Winter nun schon seit mehr als 3 Monaten ohne Unterbrechung. Hinzu die typischen Schnappfinger, zunehmende Knochenveränderungen (Wirbelsäule, Finger- u. Zehengrundgelenke), absolute Kraftlosigkeit und allg. Krankheitsgefühl. Um gezielt therapieren zu können, wäre es zwingend notwendig zu wissen, welche Rolle jeweils die genannten Krankheitsbilder einnehmen! Nachdem ich schon fast kapituliert hatte letztes Jahr, will ich nun nochmal die Restkraft zusammennehmen und so etwas wie eine Ausschlussdiagnostik durchziehen. Gute Unterstützung habe ich von einigen Fachärzten (Orthopäde, Schmerztherapeut), die dringend die stationäre Abklärung in einer Rheumafachklinik in/bei Magdeburg angeregt haben, da diese einen sehr guten Leumund habe. Hier erhoffe ich mir Austausch/Tipps zum Stichwort Chlam.pneu., zumal meine Frau eine nahezu identische Anamnese hat – auch was die Vorbelastung mit Rheuma anbelangt. Nur schleppt sie die Lyme-Erkrg lt. Facharzt bereits seit der Pubertät unbehandelt mit herum – kämpft auch schon länger verzweifelt gg. die Berufsunfähigkeit + Berentung.

    Ich mache an dieser Stelle einen „Stop“, weil ich schon wieder ins Erzählen komme …

    Über Rückmeldungen würde ich mich freuen, Gruß BEO.

    #3171685
    sunny2
    Teilnehmer

    Hi Beo,

    herzlich Willkommen hier im Club!

    Ich hoffe, wir können hier wirklich wichtige Infos zusammen tragen und vielleicht entscheidende Hinweise finden, wie welche Erkrankungen zusammen hängen und warum einige von uns so schwer an dem „allerwelts-erreger“ Chl. pn. erkrankt sind.

    Und….. haltet durch …..

    Lg,
    Sunny

    #3171771
    stern
    Teilnehmer

    Mensch was für ein Sch….!!! Mein Mitgefühl gilt euch BEIDEn, da ich ähnliche Erfahrungen machen mußte und immer noch mache. Anfang März 2008 wurde ich nach 3 Tagen Diagnostik nach Hause geschickt und wir können für Sie hier nichts tun, „sie haben zwar leichte Entzündungen in allen Lungenlappe, aber es ist nicht so schlimm!“, ich dachte ich sprige allen an die Gurgel. Dann habe ich zu Hause die schlimmste Krise meines 45 jährigen Lebens bekommen und wollte nicht mehr am Leben teilnehmen, weil ich noch mehr Einschränkung nicht mehr hinnehmen konnte und wollte. Auch die Berentung ist ja keine Lösung aber immerhin wäre der Druck weg. Mir hilft das gerade sehr, dass ich von meinem Hausarzt seit krank geschrieben werde. Er hat Mitleid mit mir aber die Ärzte tauschen sich nicht aus, bzw. wenn sie nicht weiter wissen fragen sie nicht weiter. Das finde ich am schwierigsten für die Betroffenen, weil sie vom Arzt zu Arzt laufen müssen in der Hoffnung Gehör zu finden. Ich habe das getan, weil ich nicht aufgeben wollte. Ich wünsche dir, lieber Beo, dass du eine gute Diagnostik in der Fachklinik erhälts und auch wenn die sagen, du hast kein Rheuma, heißt das aufkeinen Fall, dass du nicht krank bist. Ansonsten wäre noch ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik zu empfehlen, weil die Schulmediziner die seelischen Belastungen als Folge überhaupt nicht ernstnehmen! Wenn du Interesse hast kann ich Informationen weitergeben. Ich bin nämlich etwas schlauer geworden was die rechtlichen Möglichkeiten betrifft. Mein Hausarzt meinte es gut mit mir und gab mir Antidepressiva, die ich in der größten Verzweiflung einnahm und solche heftigen Suizidgedanken bekam und mich an die psychiatrischen Ambulanz wenden musste. Kopf hoch! Stern

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