Chlamydia Trachomatis

Startseite Foren Persönliche Krankengeschichten Chlamydia Trachomatis

  • Dieses Thema ist leer.
Ansicht von 7 Beiträgen - 1 bis 7 (von insgesamt 7)
  • Autor
    Beiträge
  • #317471
    Bernhard
    Teilnehmer

    Guten Tag
    ich bin neu in diesem Forum und will zuerst mal meine bald dreijährige Krankenkgeschichte schildern und danach meine aktellen Fragen stellen und hoffe, dass ich auf diesem Weg weiter komme.
    Alter: zwischen 40 und 50. m. Habe mich vor ca. 3 Jahren beim Geschlechtsverkehr mit Chlamydia Trachomatis angesteckt. Erste Symptome: gelblicher Ausfluss aus Penis und Entzündung der Harnröhre, Vorhaut, Eichel; Schmerzen in beiden Leisten. Behandlung: Ciproxin 500. Ausfluss stoppte, Entzündungen und Schmerzen blieben bestehen. Weitere Behandlungen je eine Woche mit Noroxin, Diocimex ohne Erfolg. Nach 3 Monaten weitere Behandlung mit Doxycline forte während 4 Wochen ohne Erfolg. In diesen ersten Wochen nach der Infektion stellten sich die nachstehend beschriebenen Symptome ein.

    Harnröhre / Penis
    Nach der Infektion hatte ich anfänglich gelblichen Ausfluss, welcher nach der Antibiotikabehandlung zwar verschwand, die Schmerzen in Leiste und Harnröhre blieben mehr oder weniger stark bis heute bestehen. Dazu kommt seither eine phasenweise starke Entzündung der Vorhaus/Eichel.

    Darm
    Seit ca. 3 Wochen nach der Infektion mit Chl. T. begann im Darm eine plötzliche starke Reizung und unerklärliche Gasentwicklung. Phasenweise strahlen die Schmerzen auf den ganzen Unterleib, das Becken und das Gesäss aus. Trotz verschiedener Therapien wurde ich diese Darmbeschwerden seither nicht mehr los.

    Schweissausbrüche
    Seit ca. 6 Wochen nach der Infektion mit Chl. T. hatte ich nachts z.T. sehr ausgeprägte Schweissausbrüche mit ungewöhnlich übel riechendem Geruch! Wenn die Beschwerden im Darm abflachten, nahmen auch die Schweissausbrüche ab, kommen aber seither immer wieder.

    Muskelschmerzen / „Einschlafen“ der Arme und Beine
    Seit ca. 6 Wochen nach der Infektion mit Chl. T. „schlafen“ phasenweise die Arme und auch die Beine nachts im Bett ein (Glieder wie gelähmt). Wenn ich die Glieder dann versuche zu bewegen kommt das Gefühl wieder und es besteht über einige gewisse Zeit ein Gefühl von „Gramseln“ (Ameisen). Tagsüber passiert dies nie.

    Rachen / Hals / Zunge
    Seit ca. 6 Wochen nach Infektion mit Chl. T. habe ich auffallend trockenen Mund/Rachen (speziell Nachts). Gefühl wie bei Grippe. Stark weiss belegte Zunge. Anfänglich auch ausgeprägte Scherzen am Hals (Lymphknoten / Lymphdrüsen). Die Schmerzen verschwanden mit der Zeit. Hingegen blieb die stark weiss belegte Zunge bis heute.

    Augen
    Seit ca. 6 Wochen nach Infektion mit Chl. T. verspüre ich eine deutliche Verschlechterung des Sehvermögens. Zum Teil sah ich richtig „verschwommen“ in Nahbereich und die Augen waren entzündet. Die Entzündung der Augen hat inzwischen abgeklungen. Hingegen blieb die deutliche Verminderung der Sehkraft.

    Schlafstörungen
    Seit ca. 6 Wochen nach Infektion mit Chl. T. hatte ich zunehmend Schlafstörungen. Ich konnte zwar mehrheitlich einschlafen aber war bereits nach 3-4 Stunden wieder wach. Schlafstörungen gingen /gehen einher mit dem übrigen Beschwerdebild.

    Brust/Herz
    Phasenweise erhebliche Schmerzen in der Herzgegend.

    Nieren
    Schmerzen in der nierengehend, besonders, wenn auch die Schmerzen im Darm stark sind.

    Hand-, Knie- und Fussgelenke
    Ca. 4 Monate nach der Infektion mit Chl. T. kamen Schmerzen in den Hand-, Knie- und Fussgelenken, sowie ein phasenweises Beissen auf der ganzen Haut dazu.

    Allgemeine Mündigkeit
    Seit Beginn der Erkrankung bin ich sehr oft müde und energielos.

    Bisherige Untersuchungen und Therapien
    Wie eingang dargestellt wurde ich zuerst schulmedizinisch mit verschiedenen Antibiotika behandelt. Leider ohne Erfolg. Anschliessend machte ich einen zweimonatigen Erholungsurlaub, welcher zwar zur allgemeinen Stärkung beitrug, aber die Beschwerden nicht wirklich abklingen liess. Die schulmedizinischen Ärzte waren sich sicher, dass die Chlamydieninfektion mit der Antibiotikabehandlung beseitigt sei. Sie versuchten in der Folge die weiterhin bestehenden Beschwerden (Entzündung, Schmerzen, Schlafstörung) mit Antidepressiva und Kortison zu behandeln. Auch dieser Behandlungsansatz war leider auf die Daue ohne Erfolg.

    Später folgten alternativmedizinische Therapieansätze (Darmsanierung, Darmfloraaufbau, Akkupunktur, Nahrungsumstellung, basische Ernährung, etc.). Die einzelnen Massnahmen verhalfen zwar mehr oder weniger zu einer kurzfristigen Linderung der Beschwerden. Immer wieder kehrten aber die z.T. starken Entzündungen und Schmerzen im Genital- und Darmbereich inkl. Schmerzen der Gesässmuskulatur zurück. Einhergehend mit diesen Schmerzen kommt dann auch die allgemeine Müdigkeit mit grippeähnlichem Gefühl und stark weiss belegter Zunge/Rachen zurück.

    Bezüglich Diagnose ist noch zu erwähnen, dass die Diagnose der Chlamydieninfektion einerseits aufgrund der akuten und offensichtlichen Beschwerden kurze Zeit nach dem Geschlechtsverkehr mit der neuen Partnerin (Partnerin hatte selber jedoch nie Beschwerden) und aufgrund der erhöhten Chlamydientitter IgG und IgA gestellt wurde. Vor der ersten Antibiotikabehandlung wurde kein Abstrich genommen. Spätere Abstriche konnten dann nie mehr den Erreger direkt nachweisen. Des weiteren wurden unzählige schulmedizinische Untersuchungen vorgenommen, welche aber nicht wirklich weiter halfen bei der Behandlung der Beschwerden.

    Mein Hausarzt und die involvierten Spezialärzte sind allesamt ratlos und haben mir keine weiteren Empfehlungen, wie ich die nach wie vor z.T. akkuten Beschwerden lindern könnte. Sie gehen eigentlich davon, dass meine Beschwerden nichts mehr mit dieser (damaligen) Chlamydieninfektion zu tun hätten und versuchen das ganze als psychosomatische Störung zu erklären. Ich weiss sehr wohl, dass psychosomatische Störungen auftreten können. Das kann ich jedoch so nicht glauben, dass diese Infektion ausgeheilt sein soll, da ich tagtäglich diese schmerzlichen Folgen dieser Infektion verspüre.

    Meine Fragen:
    Wer war/ist selber betroffene/r von einer Chlamydia Trachomatis Infektion und kann über positive Behandlungen erzählen? Nehme natürlich gerne auch Hinweise und Tips von nicht persönlich betroffenen entgegen!
    Kennt jemand einen auf die Behandlung von Chlamydia Trachomatis spezialisieren Arzt in der Schweiz?
    Ich bin grundsätzlich offen für schulmedizinische- und alternativmedizinische Behandlungsmethoden. Hauptsache sie bewirken positive Veränderung mit dem Fernziel der Heilung!

    Bernhard

    #3172430
    Andreas
    Teilnehmer

    Hallo Bernhard,

    nach allem, was ich weiß, ist Ctr vergleichbar hartnäckig wie Cpn. Ich vermute, Du wurdest seinerzeit mit jeweils einem Antibiotikum zur Zeit behandelt. Damit kommst Du den Biestern nicht bei.

    Die Ctr infizieren die weißen Blutkörperchen und werden von dieser Huckepack an jeden möglichen und durch was auch immer ausgelösten Entzündungsherd geschleppt und verschlimmern die Situation dort opportunistisch.

    Lösungsansatz

    Suche Dir einen Arzt, der das CAP mit Dir durchzieht. Erfolgversprechend ist nur eine Langzeittherapie mehrer geeigneter Antibiotika in Kombination. Die meisten fangen mit dem Wheldon-Schema an:
    http://www.cpnhelp.org/treatment_protocols
    (NAC heißt im deutschsprachigen Raum ACC)

    Es empfiehlt sich überhaupt die Einführung dort zu lesen:
    http://www.cpnhelp.org/cpn_and_cap_overview

    Gruß

    Andreas

    #3172432
    sunny2
    Teilnehmer

    Bist Du sicher daß Du nicht zusätlich Chlamydia pneumoniae hast? Laß Dich darauf testen!!!! Hört sich sehr danach an. Man kann auch Läuse und Flöhe haben.

    In der Schweiz ist uns leider kein Arzt bekannt.

    lg & viel Glück,
    sunny

    #3172447
    pete
    Teilnehmer

    Es müssen mindestens per PCR aus dem Abstrich, nicht aus der Urinprobe!!!! folgende Erreger ausgeschlossen werden: Ureaplasma urealyticum., ureaplasma parvum, mykomplasma hominis, mykoplasma genitialum. 10 Tage Cipro ist im übrigen gegen Chlamydia zu kurz und nicht das Mittel der Wahl, wenn Fluorchinolon, dann Ofloxacin über 3 Wochen oder Levofloxacin über 3 Wochen. 1. Mittel der Wahl ist immer Doxy, ich weiß nicht welcher Idiot Chlamydia mit Cipro behandelt (bis zu 60 % Resistenzen) Bei ureaplasma gibt es Resistenzen gegen Doxy und verschiedene Makrolide. In deinem Stadium ist aber eine Langzeitbehandlung mit AB angesagt (mindestens 3 Monate), allerdings muss der Erreger vorher feststehen….Läuse und Flöhe.Gruss pete

    #3173793
    eule
    Teilnehmer

    Ist eh klar, aber soll gesagt sein: Partnerbehandlung!

    #3173794
    summer
    Teilnehmer

    wenn der Partner aber keine Symptome hat und der Test auch negativ ausgefallen ist, muss man den Partner doch nicht mitbehandeln?!
    Ich würde in so ner Situation kein AB schlucken.

    #3173796
    jupiter
    Teilnehmer

    Die Symptome bezüglich, Muskeln, auge, Schlaf, schwitzen, kenne ich auch, ich hatte/habe cpn allerdings liegt die ursache der Infektion vermutlich im Nitrostress, das würde ich mal testen lassen. Starkes Schwitzen kann auch EBV, Tbc, Borreliose sein.
    Tripper sollte auf jeden Fall ausgeschlossen werden, laut Wikipedia ist diese infektion häufig von einer Chlamydieninfektion begleitet, kann also sein du hast beides?? Checken lassen und Therapie mit anderem Gyrasehemmer in höherer Dosierung. man nimmt für genital sachen normal eine niedrigere dosierung als für ne ganzkörperinfektion, darum drauf achten. cipro z.B. gibts mit 100, 250 und 500mg.

    VG
    Martin

Ansicht von 7 Beiträgen - 1 bis 7 (von insgesamt 7)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.