Neuer Behandlungsansatz gem. Stratton

Neu erschienenes Stratton Protokoll 4/2008:

Der hier gezeigte Texte ist eine Ergänzung bzw. Änderung des Stratton Protokolls.
Zur ersten Version des Stratton-Protokolls (08/2005)

Ein neuer Ansatz zur alten Problematik

Etliche Schwierigkeiten treten bei der Behandlung der Cpn auf. Die Behandlung mit Protein-Synthase-Hemmern allein erzeugt die Persistenz der Chlamydien – die Umwandlung in die kryptische Form, der sich nicht-reproduzierenden RBs. Infektiöse RBs verbleiben in Extrazellulärflüssigkeiten und Geweben und infizieren sich erneut, sobald die Antibiotika abgesetzt werden.

Die CAP, die sich mit allen drei Phasen befasst, ist die Lösung zu dieser Eigenschaft der CPN gewesen, aber sie beinhaltet eine eigene Problematik.

Das größte Problem ist die Tendenz, heftige Reaktionen auf die Behandlung auszulösen, sie ist dem Bakterienabbau, dem LPS Endotoxin, dem entzündlichen HSP60 und der sekundären Porphyrie zuzuschreiben.

Dieses zusätzliche Problem erfordert eine schrittweise, langsame und kontinuierliche Behandlung der CPN Infektionen.

Es gibt viele wirksame Anti-Chlamydien, aber ihre Verwendung vernichtet die CPN zu schnell für den Körper, um dies zu tolerieren, diese verursacht einen massenhaften, programmierten Zelltod von infizierten Zellen und führt anschließend zu Organversagen oder Neutropenie.

Vorhandene CAP-Protokolle haben sich zuerst auf das Verringern der Reproduktion gerichtet, vernichte viele RBs und zwinge den Rest in eine nicht-metabolisierende und nicht-reproduzierende kryptische Form, mit der Absicht, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.

Aber neue Forschungsergebnisse lassen darauf schließen, dass die kryptische CPN nicht gutartig ist, obwohl sie sich nicht reproduziert. Die kryptische CPN ist in Wirklichkeit eine gestresste Form der CPN und Stress verursacht das Heat Shock Protein (HSP60). HSP60 verursacht eher Entzündungen als das LPS Endotoxin. Das LPS Endotoxin verursacht Fieber und Schüttelfrost und wird meistens freigesetzt, wenn RBs vernichtet und Zellen aufgelöst werden. Die Entzündungen von Plaques in kardiovaskulären Erkrankungen werden speziell mit HSP60 und mit der kryptischen Form von CPN in Verbindung gebracht. Entzündungen durch HSP60 ist nach der derzeitigen Auffassung von Dr. Stratton die Hauptursache für die sogenannten Absterbereaktionen. HSP60 wird nicht durch das Absterben der Bakterien ausgelöst, wie es beim Abbau von LPS der Fall ist, sondern vielmehr, dadurch dass die CPNs in einer gestressten, kryptischen Form überleben. Erkrankungsprogressionen und Gewebeschäden können durch diese kryptische Form auftreten. Dies ist ersichtlich bei Herz- und Lungenerkrankungen als Folge von nicht optimalen Zellfunktionen durch Zellinfektion. Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel, weisen Antikörper gegen HSP auf.

Einige zusätzliche Beobachtungen führten zur Änderung des Standpunktes.

Dieser neue Ansatz basiert darauf , dass sich die kryptische Form zur RB-Form zurückverwandelt und die Umformung in die kryptische Form durch Antibiotika beschränkt wird.

Paul Griffith fand heraus, dass der Kniff das Ergänzen mit Pyruvat sein könnte. Pyruvat hat auch andere günstige Auswirkungen. Dieser Ansatz verwendet 6 Gramm von Calcium Pyruvat 1 Stunde vor der Antibiotikaeinnahme und zusätzlich 6 Gramm, falls man dies bei späteren Reaktionen benötigt, wenn die Antibiotika wirken.

Theoretisch regt die erste Dosis Pyruvat die kryptische Form der Cpn an, sich in die (reproduzierende) RB-Form zurückzuverwandeln, wenn man die sich regenerierende Zellenergie zusätzlich versorgt.

In der RB-Form ist Chlamydia pneumoniae:

  1. empfindlich gegenüber regulären Antibiotika und
  2. kann vernichtet werden, wenn es nicht im Stress ist und somit nicht angeregt wird, hochentzündliches HSP60 zu produzieren.

Wichtig ist, „man füttert es, bis es sich behaglich fühlt und sich rekelt und zieht ihm eins über“.

Theoretisch sollte dieser Ansatz verhindern, dass die CPN sich durch die Behandlung in die kryptische Form umformen und sie empfindlicher gegenüber den Protein-Synthase-Hemmern (wie Doxycyclin und Azithromycin) machen.

Theoretisch sollte es auch die kryptische Erregerlast, die jemand erworben hat, herunterfahren, zusammen mit entzündlichen Auswirkungen, ohne es direkt mit Flagyl vernichten zu müssen. Flagyl würde man verwenden, um kryptische Formen, die man mit diesem Ansatz nicht erreicht hat, auszumerzen.

Ebenso theoretisch sollte, die zweite Dosis Pyruvat für Reaktionen auf Antibiotika, die elementare Zellenergie unterstützen, um die Bildung von Porphyrinen zu senken.

Dr. Stratton fasst zusammen, dass das nachstehende, experimentelle Protokoll in wenigen ausgewählten Fällen, weniger Schwierigkeiten und schnellere Behandlung der CPN bietet. Denken Sie daran, dass es experimentell ist, und klinisch noch nicht in der umfangreichen Zahl der mit CPN in Verbindung gebrachten Erkrankungen verwendet wird. Sie sollten sich nicht darauf einlassen ohne sachkundige Ärzte, die die Behandlung überwachen.

Dr. Charles Stratton, 24.4.2008.

(Der obige Text verdeutlicht, dass es sich noch um ein experimentelles Protokoll handelt.)

Neuer Therapieansatz

NAC 600mg 1x pro Tag, um die Erregerlast zu prüfen.

Sofern keine Reaktion erfolgt, steigere man die Dosis auf NAC 1.200mg 2x pro Tag

Bei heftiger Reaktion (Grippe-ähnlich), sollte man eine niedrige Dosis Prednison (5mg pro Tag) die ersten Therapiewochen nehmen.

Der nächste Schritt wäre 2 Wochen Makrolide (Clarithromycin wird bevorzugt, weil höhere Pegel erreicht werden, Roxithromycin oder Azithromycin) mit 6 Gramm Pyruvat 1 Stunde vor der Antibiotikadosis.

Zusätzlich 400mg Ibuprofen 2x am Tag und 1.200mg NAC pro Tag.

Für diejenigen mit heftiger Reaktion eine niedrige Dosis Prednison (5mg pro Tag).

Für diejenigen, die heftig auf Pyruvat/Makrolid reagieren, könnte 3-4 Tage eine niedrige Dosis Prednison versucht werden. Zusätzlich sollte Pyruvat (3-6 Gramm) versucht werden.

Für diejenigen, die schon größere Nebenwirkungen auf Pyruvat/Makrolid aufweisen, behandelt man allein mit Makroliden, bis die Nebenwirkungen akzeptabel sind.

Für diejenigen, auf die das nicht zutrifft, würde ich Doxyciclin 100mg 2x pro Tag plus 6 Gramm Pyruvat 1 Stunde vorher, hinzufügen.

Fahren Sie mit NAC und Ibuprofen fort. Sollte nach 2 Wochen Doxyciclin alles gut gehen, würde ich Metronidazol 500mg 2x pro Tag plus 6 Gramm Pyruvat vorher hinzufügen.

Metronidazol würde ich pulsen, bis die Reaktionen zu bewältigen sind.

Bei geringen Reaktionen würde ich die Therapie mindestens 1 Jahr fortführen und dann die Titer überprüfen. Sind die Titer niedrig, würde ich Rifamycin oder Rifabutin (bevorzugt) hinzufügen, das Pyruvat eine Stunde vor dem Rifamycin nehmen.

Gibt es keine Reaktionen darauf, würde ich die Therapie als abgeschlossen betrachten.

Ich würde die Titer jedes Jahr überprüfen.

Sollten die Titer zunehmen, würde ich erneut 6 Monate mit Clarithromycin oder Roxithromycin plus Rifabutin plus Pyruvat plus Ibuprofen behandeln.

Ich würde NAC lebenslang nehmen.

Personen, die das aktuelle Doxyciclin, Azithromycin, Metronidazol und NAC Protokoll nehmen, könnten zuerst von Azithromycin 250 MWF zu Clarithromycin 500mg 2x pro Tag (oder Roxithromycin) wechseln und dann Pyruvat hinzufügen.

Dr. Stratton fügt hinzu, dass Levaquin anstelle von Clarithromycin für kürzere Zeit (1 Monat) verwendet werden könnte, es hat eine hervorragende Wirksamkeit. Clarithromycin = höherer Pegel. Levaquin kombiniert mit Pyruvat unterstützt theoretisch die bessere Vernichtung.