Multiple Sklerose und Chlamydia pneumoniae

Claudia Simone Bendl veröffentlichte 2002 ihre Dissertation „Die Polymerasekettenreaktion zum Nachweis von Chlamydia pneumoniae im Liquor bei Patienten mit Multipler Sklerose und anderen neurologischen Erkrankungen“ an der Universität Heidelberg.

Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung des neurologischen Formenkreises. Sie stellt jedoch keine Ursache dar, sondern beschreibt lediglich einen Symptomkomplex. In den USA stehen Chlamydia pneumoniae schon länger im Verdacht an der Entstehung von MS-Varianten beteiligt zu sein. Das heißt aber nicht, dass jede MS durch Chlamydia pneumoniae ausgelöst wird. Bei einigen Patienten stellte sich beispielsweise nach Jahren der Erkrankung eine Borreliose als Auslöser heraus. Interessanterweise zeigen viele Multiple Sklerose Patienten eine Besserung der Beschwerden unter einer Antibiotikabehandlung, v. a. unter Minocyclin, welches gut liquorgängig ist.

Bei Untersuchungen im Rahmen der Doktorarbeit wurden im Liquor von Multiples Sklerose (MS) Patienten häufiger Antikörper gegen Chlamydia pneumoniae gefunden im Vergleich zur Kontrollgruppe (Patienten mit anderen neurologischen Erkrankungen).

Die Kurzfassung der Dissertation von Claudia Simone Bendl kann hier eingesehen werden.