Autoimmunerkrankung und Chlamydia pneumoniae

Im englischen, akademischen peer-reviewed Journal Lupus, welches Paper zum Thema Rheumatologie veröffentlicht, ist in der Ausgabe vom Februar 2009 ein Artikel mit dem Titel „Acute Chlamydia pneumoniae infection in the pathogenesis of autoimmune diseases“ erschienen.

Geschrieben wurde dieses Paper von M. Fujita, S. Hatachi und M. Yagita am Fachbereich für klinische Immunologie und Rheumatologie im Tazuke Kofukai Medical Research Institute des Kitano Krankenhaus in Osaka (Japan). Die Studie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Autoimmunerkrankungen und Chlamydia pneumoniae.

Übersetzung der Zusammenfassung des Artikels

Autoimmunerkrankungen haben verschiedene Ursachen. Eine akute Infektion mit Chlamydia pneumoniae (C. pneumoniae) kann an der Krankheitsentwicklung von verschiedenen Autoimmunerkrankungen beteiligt sein. In dieser Studie, die 82 Patienten mit verschiedenen Autoimmunerkrankungen und 70 Kontrollpatienten umfasst, wurde die akute Infektion mit C. pneumoniae durch Kontrolle der IgM-Antikörper-Level ausgewertet.

Chlamydia pneumoniae IgM positive Ergebnisse wurden bei 29% (P  < 0,05) der Patienten mit verschiedenen Autoimmunerkrankungen beobachtet und bei 10% der Kontrollpatienten.

Chlamydia pneumoniae IgM-positiv Fälle kamen häufiger bei den Patienten mit rheumatischer Arthritis (RA; 30%, P  < 0,05), Lupus erythematodes (SLE; 28,0%, P  < 0,05), Dermatomyositis/  Polymyositis (23%, NS), Anti-Neutrophile cytoplasmatische Antikörper gegen Myeloperoxidase (MPO-ANCA)-assoziierte Vasculitis (33%, NS), Morbus Still im Erwachsenenalter (29%, NS) und Riesenzellarteriitis/Takayasu-Arteriitis (50%, NS) vor als bei den Kontrollpatienten.

Diese positive Frequenz war statistisch signifikant bei RA und SLE. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine akute Infektion mit C. pneumoniae möglicherweise an der Krankheitsentwicklung von Autoimmunerkrankungen beteiligt ist.

Den kostenpflichtigen vollständigen Artikel (Englisch) erhalten Sie auf der Verlagsseite des Journals.